"Kunst ist so selbstverständlich wie das Leben"

„Sich ein Bild zu machen von der Welt“ durch den Blick auf innere Bildwelten, - dies scheint auch Absicht der Künstlerin Montse zu sein.

Tassos Oz, Künstler, Musiker und Dozent an der Kunstschule Meridian in Braunschweig, Ausstellung „Sinnbilder“, Mai 2001

Für mich ist Kunst so selbstverständlich wie das Leben und genauso selbstverständlich ist die Auseinandersetzung mit mir selbst. Der Blick auf meine inneren Bildwelten ist der Weg zur Auflösung. Ein Ergebnis ist nicht meine Absicht. Statt dessen verweile ich im Malprozess, in dem Moment, in dem Augenblick, den ich in der Essenz erleben möchte. Um so mehr möchte ich aufmerksam und achtsam sein, um jene Momente zu erspüren, in denen etwas gewachsen ist, in denen ich mit mir Eins bin.

Montse

Vorherrschend sind auf dem ersten Blick dynamische Gesten und sich bewegende Flächen, die den Tanz der Elemente widerzuspiegeln scheinen. Einen Tanz, der die elementaren Kräfte der Natur ausdrückt, der im großen Kosmos und in den kleinen Dingen der Natur zu finden ist und der immer nach Ausgleich und nach Harmonie strebt

Tassos Oz, Künstler, Musiker und Dozent der Kunstschule Meridian in Braunschweig

In den kleinen Dingen der Natur möchte ich eindringen. Das Sehen alleine genügt nicht. Ich möchte die Natur leben und so will ich Blume werden, Blume sein, als Blume blühen, denn so kann ich ihre Geheimnisse erkennen, das ganze Leben, was in ihr fliesst. Durch diese Methode nehme ich das Leben als solches an und wird von nichts berührt.

„Alles bleibt ihrer natürlichen Schönheit überlassen, Ihre Haut ist unversehrt, Ihre Knochen sind so, wie sie sind: Sie braucht weder Schminke noch Puder irgendeiner Farbe. Wie wunderbar!“ (Zitat eines Zen-Dichters, unbekannt)

Und in dieser Leichtigkeit, in dieser Lauschigkeit bin ich Schöpfer, Schöpfer meiner Werke.

Montse